Olman Valladarez

Bei einem Cupping in Nicaragua begegneten wir 2018 das erste Mal Olman Valladarez. Seit über 60 Jahren betreibt seine Familie die Cafetalera Buenos Aires, einen Zusammenschluss aus Farmen in Nueva Segovia. Auf dem Cuppingtisch stach damals besonders eine Varietät namens „Java“ hervor – was wir mitten in Nicaragua nicht zuordnen konnten. Olman erzählte uns die Geschichte dahinter.

Die Geschichte einer alten Varietät, die die biologische Vielfalt der Kaffeewelt wiederspiegelt. Ihren Ursprung hat Java, wie alle Arabicas, in Äthiopien. Während von hier seit dem 15. Jhd immer wieder Varietäten entnommen und verändert worden sind, blieben die „Landrace“ Arten unerkannt und genetisch weitgehend unverändert. So ist es einer Aneinanderreihung von Zufällen geschuldet, dass der Java über Indonesien und Kamerun in Mittelamerika landete, ohne modifiziert worden zu sein. Olman und seine Crew erkannten dieses geschmackliche Potential und pushen es enorm, indem sie die Bohnen seperiert als natural aufbereiten. Vor unserem Besuch in Nicaragua kannten wir Java nur als indonesische Insel, die die englische Bezeichnung „A cup of Java“ für einen ordinären Pott Kaffee prägt. Dank Olman wissen wir nun, dass dahinter unglaubliche geschmackliche Komplexität steckt. Diese kommt besonders als kurz gezogener, furchtig-nussig-spritziger Espresso zum Vorschein.

Geschmack
nussig - süß - spritzig
Aufbereitung
natural
Röstung
Hell
Zubereitung
Siebträger
Herkunft
Nicaragua
Kaffeebohnen
Java
Menge
Mahlgrad
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Direct Sourced by Paul

Paul hat lange Zeit als Barista in unseren Düsseldorfer Cafés gearbeitet. 2017 zog es ihn auf Reisen nach Südamerika. Dort besuchte er unter anderem die Yanesha Kooperative in Peru, Richard Lipner in Panama und Olman Valladarez in Nicaragua. Gemeinsam mit Olman's Crew verkostete er insgesamt 16 verschiedene Varietäten und Aufbereitungen. Am Ende war der beeindruckendste Kaffeee auf dem Tisch die Java Variety.